Es bleibt spannend bis zum nächsten Wochenende

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Die Ausgangslage

Die Ausgangslage vor dem Spiel gegen den Tabellenletzten Mariendorfer HC am gestrigen Sonntag war einigermaßen klar: die Mit-Konkurrenten um die Nicht-Abstiegsplätze HG Nürnberg und Limburger HC hatten ihre Spiele schon am Samstag verloren; mit einem Sieg und weiteren 3 Punkten in unserem eigenen Spiel konnten wir also ein wenig Abstand zwischen sie und uns zum „rettenden Ufer“ bringen.

Das Spiel

Motiviert durch die beiden Erfolge aus dem Auswärts-Wochenende und trotz der verletzungsbedingten Ausfälle von Rudi und Julius gingen unsere Jungs beherzt und taktisch gut eingestellt in dieses wichtige Spiel. Schon nach 9 Minuten wurden sie mit der Führung belohnt, nachdem Lukas eine der zahlreichen kurzen Ecken in der ersten Hälfte verwandeln konnte. Weiterer Druck auf das Berliner Tor hätten eigentlich noch zu weiteren Toren – und damit natürlich auch zu mehr Sicherheit – führen müssen. Nicht nur die schlechte Chancenauswertung, sondern auch ein klarer, aber von den beiden Berliner Schiris nicht gegebener 7m-Strafstoss ließen es letztlich nur bei der 1:0 Pausenführung.

Der alte Schlendrian

In der zweiten Halbzeit wurden wir leider damit bestraft, dass wir auf Paul verzichten mussten, der nach einem rüden Rempler mit Verdacht auf eine Schlüsselbeinfraktur „aufgeben“ musste; zu dumm, dass diese Aktion den Schiris nicht einmal eine gelbe Karte wert war, wie man überhaupt feststellen musste, dass die beiden Unparteiischen doch nicht so unparteiisch waren, wie man sich das wünschen würde. In der Folge schlichen sich dann leider auch bei uns wieder Fehler im Spielaufbau ein, so dass die Gegner besser ins Spiel kamen und auch Chancen herausspielen konnten. In der 54. Minute war es dann eine dieser Chancen, die zum Ausgleich von 1:1 führte. Bestraft durch eine gelbe Karte bekamen die Berliner in den Schlussminuten eindeutiges Übergewicht, so dass wir letztlich zufrieden sein mussten, nicht noch ein weiteres Tor zu „kassieren“. Dieses weitere Tor ist zwar noch zu Gunsten der Berliner gefallen, wurde aber von einem der beiden Schiris „zurückgepfiffen“, weil dem Torschuss eine nicht regelkonforme Freischlag-Ausführung vorausgegangen war.

Die Bedeutung des Ergebnisses

Da der „5. im Bunde“ um das rettende Ufer, die bisher punktgleiche Mannschaft von den Zehlendorfer Wespen, zeitgleich in einem hoch-spannenden Spiel gegen den wahrscheinlichen Aufsteiger MSC München verloren hat, sind wir mit diesem einen Punkt aus dem Unentschieden sogar von 7. auf den 6. Tabellenplatz „geklettert“, aber uns trennen lediglich 3 Punkte und ein sehr anspruchsvolles Restprogramm von einem Abstiegsplatz. Und am kommenden Samstag (14.00 Uhr) sind eben jene Zehlendorfer Wespen unsere Gegner auf der Hohen Eiche. Gewinnen wir dieses Spiel, dann sind die Chancen, auch in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga zu spielen, ganz gut; gelingt uns das nicht, dann müssen wir eben in den verbleibenden drei Heimspielen gegen starke Gegner unbedingt punkten. Die Mannschaft hat die Qualität, „große Spiele abzuliefern“, aber offensichtlich nicht die Konstanz und überraschenderweise noch nicht die Fähigkeit, vermeintlich schwächere Gegner auch „auf Distanz zu halten“. Aber wenn wir in den restlichen Heimspielen auch die Unterstützung unserer Fans bekommen, wird es schon klappen!

Dr. Albert-Hugo Stinnes

15. Mai 2017